FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

15. Mai 2011 – Internationaler Tag der Familie

Die Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) fordert, dass Familie Priorität bei der Ausgestaltung der europäischen Arbeitspolitik haben muss.

Legt man Familienleben als Hauptkriterium bei der Ausgestaltung von Arbeitsbedingungen zu Grunde, so kann sich dies unterstützend bei der Erhaltung des demokratischen Prozesses und des sozialen Zusammenhalts auswirken.

Die Förderung von familienkompatiblen Bedingungen am Arbeitsplatz und die Platzierung von Familie an erster Stelle  im Rahmen der nationalen Politik sind zwei Forderungen, auf die die Föderation katholischer Familienverbände in Europa (FAFCE) die Aufmerksamkeit der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten anlässlich des Internationalen Tages der Familie lenken möchte. 

Die Familie obliegt dem besonderen Schutz der Gesellschaft und des Staates, ein Recht, das in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert ist, das die Familie als natürliche und fundamentale Einheit der Gesellschaft erklärt.

Harte Lebens-  und unausgewogene Arbeitsbedingungen gehören zu den wesentlichen Gründen, die die Entscheidung für oder gegen die Gründung einer Familie, insbesondere bei Frauen, beeinflussen.

Daher erachtet FAFCE Maßnahmen als vordringlich, die zu einer Verbesserung der oben genannten Dimensionen beitragen. Gemäß dem Subsidiaritätsprinzip, zu dem sich FAFCE ausdrücklich bekennt, liegt es im Zuständigkeitsbereich eines jeden EU-Mitgliedstaates, nach besten Lösungen zu suchen, um auf die Bedürfnisse auf nationaler Ebene durch das Prinzip der Nähe einzugehen. Daher verweist FAFCE die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten auf eine Erklärung, die am 1. April 2011 von der EU-Trio-Präsidentschaft – Spanien, Belgien, Ungarn – sowie Polen unterzeichnet worden war. Polen wird als nächstes die  EU-Präsidentschaft  übernehmen. Die Erklärung lädt alle wichtigen Akteure dazu ein, auf europäischer wie auf nationaler Ebene an einer besseren  Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zu arbeiten.

FAFCE erweitert den Radius seiner Forderungen an alle Regierungen der Mitgliedsländer im Europarat und erinnert an die Prinzipien der Europäischen Sozialcharta und die darin ausgesprochenen Empfehlungen bezüglich Familienleben und Zeit Balance (Artikel 8, 16, 19 und 27). Die Sozialcharta feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag.

Um die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zu verbessern, ermutigt FAFCE die nationalen Familienpolitiker folgende Punkte zu berücksichtigen:

-          Flexible Arbeitszeitmodelle nach den Vorstellungen der Familien; gerade die gemeinsam verbrachte Zeit trägt wesentlich zur Nachhaltigkeit und Stabilität von Familien bei. Das erfordert flexible Arbeitszeitverteilung, Mutter- und Vaterschaftsurlaube, die den Bedürfnissen des Kindes und denen der Eltern angepasst werden können und während der  Zeit von Kindheit  und Jugend angewendet werden können.

-          Stressige Arbeitsbedingungen und unausgewogene Arbeitszeitvereinbarungen hingegen schaden der Stabilität von Paarbeziehungen und der Familie.

-          Die Familie ist ein Ort der Generationen übergreifenden Solidarität, ein wichtiger Beitrag für zwischenmenschliche Beziehungen in Form von gegenseitiger Hilfe und Beistand. Es ist ein Ort, an dem Wissen und Werte vermittelt werden und Bindungsfähigkeit innerhalb der Gesellschaft entwickelt wird. Die gemeinsam verbrachte Zeit stärkt die zwischenfamiliären Beziehungen als auch darüber hinaus gehende Beziehungen.

FAFCE-Präsident Antoine Renard, begrüßt die Stellungnahme von EWSA zu Familienpolitik und demografischem Wandel. Er betont, dass diese Stellungnahme einfordert, unabhängig von der jeweiligen nationalen Motivation für Familienpolitik:" die sittliche Wertevermittlung, der Gesundheits- und Bildungssauftrag sind  vitaler Bestandteil der Erziehung, die Eltern befähigt, die ihrem Wunsch entsprechende Zahl an Kindern aufzuziehen, ihrer Familienverantwortung einerseits  und ihrem Berufs- und Sozialleben andererseits gerecht zu werden."

Antoine Renard erklärt, dass es höchste Zeit sei, die Rolle der Familie als Keimzelle der Gesellschaft  herauszuheben,  und das in einer Zeit der wirtschaftlichen Krise und deren Auswirkungen, die mit zunehmender Tendenz fragile Lebenssituationen provoziert , was wiederum zu sozialer Ausgrenzung führen kann. Die Familie ist der erste Ort, wo diejenigen, die unter den Folgen der Krise leiden, Hilfe  in Form von Solidarität erfahren. Die Familie zeigt sich solidarisch durch gegenseitige Hilfe und zwischenmenschlichen Beziehungen.

FAFCE vertritt nachdrücklich die Meinung, dass die Anerkennung der Familien als Europas Reichtum und Zukunft der Schlüssel ist - nicht nur aus ökonomischer Sicht sondern auch und in erster Linie mit Blick auf die Vermittlung von europäischen Grundwerten wie Solidarität, Einheit und Frieden.

KONTAKT

Telefon: +32 (0) 4 98 46 02 20 

Mail: FAFCE Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

19 Square de Meeus B-1050 Brüssel/Belgien

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