FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

Resolution der FAFCE | Leihmutterschaft: Eine Verletzung der Menschenwürde

FAFCE logoMutter sein: Ein wertvolles Geschenk, das respektiert und geschützt werden muss

Die Mitglieder der Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) blicken mit großer Sorge auf die zunehmende weltweite Verbreitung der Leihmutterschaft. Im Namen eines behaupteten Rechts auf ein Kind werden die Menschenwürde und fundamentale ethische Prinzipien missachtet. Aus diesem Grund lehnen die FAFCE-Mitglieder jede Form der Leihmutterschaft ab. Diese instrumentalisiert Frauen und Kinder – unabhängig davon, ob sie durch finanzielle Interessen motiviert ist oder nicht.

Mutter zu sein, ist eine Leistung von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft. Sie verdient unseren Schutz und unseren Respekt. Niemand darf einer Mutter das Kind wegnehmen. Niemand darf einem Kind die Mutter entziehen.

Wir glauben, dass es keinen Grund für die Legalisierung oder Legitimierung der Leihmutterschaft gibt – weder aus rechtlicher noch aus ethischer Sicht. Wir stellen zudem fest, dass Leihmutterschaft die Folge eines kulturellen Prozesses ist, der Fortpflanzung und Sexualität immer mehr voneinander abkoppelt und die Menschenwürde zunehmend gefährdet.

Wir fordern alle Regierungen auf, Leihmutterschaft auf der Ebene des internationalen Rechts zu verbieten: entweder durch eine eigene internationale Konvention oder durch ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention.

Wir begrüßen, dass sich das EU-Parlament am 30. November 2015 im „Jahresbericht über Menschenrechte und Demokratie in der Welt 2014" dafür ausgesprochen hat, Leihmutterschaft zu verbieten und als dringendes Menschrechtsproblem zu behandeln.

Wir rufen die Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung des Europarates dazu auf, ebenfalls diesen Weg einzuschlagen und die Menschenwürde zu schützen. Insbesondere appellieren wir an die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung, sich jetzt klar gegen Leihmutterschaft auszusprechen. Dass der Ausschuss am 15. März 2016 einen die Unzulässigkeit der Leihmutterschaft relativierenden Berichtsentwurf zurückgewiesen hat, war ein wichtiger Schritt.

Wir rufen alle dazu auf, Leihmutterschaft ausdrücklich abzulehnen. Alle Organisationen, die sich gegen diese Praxis aussprechen, sollten sich zusammenschließen und gemeinsam ihre Stimme erheben, um den hinter der Leihmutterschaft stehenden finanziellen und ideologischen Interessen mit vereinten Kräften entgegenzutreten.

Fatima, 13. April 2016

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Mail: FAFCE Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

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