FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

Pressemitteilung | Afrikanische und europäische Stimmen vereinen sich: Ja zu sicheren Geburten, Nein zu Abtreibung!

 

African demonstration

 

Brüssel, den 2 März 2017

 

Nach der Wiedereinsetzung der sogenannten Mexico City Policy durch die Vereinigten Staaten wird der Finanzierung von Organisationen, die Abtreibungsdienste im Ausland anbieten, wie die International Planned Parenthood Federation, Marie Stopes International und der United Nations Population Fund (UNFPA), der Geldhahn deutlich zugedreht. Als Reaktion darauf veranstalten am Donnerstag 2. März 2017 vier europäische Regierungen (Belgien, Dänemark, Niederlande, Schweden) eine Konferenz in Brüssel, um Geld für Schwangerschaftsabbrüche in den Entwicklungsländern zu sammeln. Die EU wird auf der Konferenz vertreten sein, obwohl es keine EU-Kompetenz zu diesem Thema gibt.

In einer Video-Botschaft mit der Überschrift: "Die Diktatur des reichen Mäzens" wendet sich Obianuju Ekeocha, Präsidentin der Bewegung Afrika Kultur des Lebens, an die europäischen Delegierten der "She Decides"-Konferenz mit der Frage, ob denn schon jemals Afrikaner um ihre Meinung zur Finanzierung von Abtreibungen in Afrika gefragt worden seien. "Viele Länder im Westen, darunter auch Kanada und die Niederlande, haben beschlossen Geld zu sammeln, nicht für Lebensmittel, nicht für Wasser, nicht Geld, das die Afrikaner in eigener Verantwortung verwenden könnten. Stattdessen sammeln sie Millionen Dollar, für so genannte sichere Abtreibungen. Und was dabei so entsetzlich niederschmetternd ist, dass diese westlichen Länder noch nicht einmal daran gedacht haben, Afrikaner zu fragen, was sie eigentlich wollen!"

Frau Ekeocha verweist auf  Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Abtreibung für die große Mehrheit in vielen afrikanischen Ländern völlig inakzeptabel ist. "Das ist eine Form von  neuem Kolonialismus, das ist kultureller Imperialismus, das ist die Diktatur des reichen Mäzens", so Frau Ekeocha. Und an die westlichen Nationen richtet sie den Appell: "Um was wir bitten, ist Ihre Unterstützung für sichere Geburten von afrikanischen Babys!"


Unter anderen werden der EU-Kommissar für Entwicklung Neven Mimica, der Exekutivdirektor des United Nations Population Fund (UNFPA) Babatunde Osotimehin, der Direktor von UN-Women Phumzile Mlambo-Ngcuka, die stellvertretende Hochkommissarin für Menschenrechte Kate Gilmore und der stellvertretende Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Flavia Bustreo, bei der Konferenz persönlich anwesend sein.

Im europäischen Kontext wirft die Veranstaltung in Brüssel eine Reihe von Fragen auf. Maria Hildingsson, Generalsekretärin der Europäischen Vereinigung für katholische Familienverbände (FAFCE), erinnert daran, dass die EU keine Kompetenz zur Finanzierung von Abtreibungsdiensten hat: "Wie in der vom Europäischen Parlament am 10. Dezember 2013 verabschiedeten Resolution, wird der Begriff "sexuelle und reproduktive Gesundheit" oft missinterpretiert, indem man davon ausgeht, dass er automatisch auch Zugang zu Abtreibungsdiensten beinhaltet, was aber nicht Teil der EU-Kompetenz ist.  Tatsächlich lautet die Resolution wie folgt: "Die Formulierung und Umsetzung einer Politik für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Sexualkundeunterricht an den Schulen fällt in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten".

Frau Hildingsson betont, dass die Initiative "She Decides" offen für die Finanzierung von Abtreibungsdiensten eintritt und findet es erstaunlich ist, dass der zuständige EU-Kommissar für Entwicklung an einer solchen Veranstaltung teilnimmt: Sowohl die Europäische Kommission als auch der Europarat haben im Laufe der Jahre eindeutig festgestellt, dass Abtreibung nicht Teil der EU-Kompetenz ist. Daher ist es doch sehr überraschend, seinen Namen im Programm zu lesen, was quasi einer Bestätigung dieser Kampagne gleichkommt. Außerdem haben fast 2 Millionen EU-Bürger mit ihrer Unterschrift für die "One of us"  EU-Bürgerinitiative die Europäische Kommission aufgefordert, die Bereitstellung von Entwicklungshilfegeldern zu stoppen, die Abtreibung in irgendeiner Weise zur Folge hat. FAFCE fordert Neven Mimica auf, Initiativen fernzubleiben, die außerhalb der EU-Zuständigkeit liegen, es sei denn die Europäische Kommission möchte sich nicht-vertragskonform gerieren. Es gibt viele afrikanische und europäische Stimmen, die sichere Geburten und Hilfe für die Gesundheit von Müttern fordern, aber nicht Abtreibung – und es wäre doch schön, wenn ihre Stimmen in der Welt gehört würden!"


Kontakt: 
Maria Hildingsson
+32 4 70 20 39 18 
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KONTAKT

Telefon: +32 (0) 4 98 46 02 20 

Mail: FAFCE Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

19 Square de Meeus B-1050 Brüssel/Belgien

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