FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

Estrela: Analyse des EU-Parlament-Entschließungsantrags sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte

Ein Vorschlag, der der EU unwürdig ist, aus folgendem Grund

Der Entschließungsantrag über sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte gibt einen Überblick über Probleme, die in Europa und darüber hinaus mit der Gesundheit von Frauen und Müttern zusammenhängen. Alle Bürger der EU haben das Recht auf Gesundheitsversorgung, Schutz und Unterstützung. Jedoch findet keines dieser Ziele im von Frau Estrela vorgelegten Text eine angemessene Antwort.

Die gesundheitliche Versorgung von Müttern und Kindern wird hier nur unter dem Begriff der sexuellen und reproduktiven Rechte angesprochen, einem Konzept, dass allgemein so interpretiert wird, dass es den Zugang zu Abtreibung mit einschließt.

Des weiteren wird Abtreibung durch diesen Text gefördert (Par. 34), obwohl sie weder in die Zuständigkeit der EU fällt noch ein Thema ist, bei dem es innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU einen Konsens gibt (Recital U). Auch versucht der Text, Abtreibung mit Hilfe der EU-Entwicklungshilfe zu fördern (Par. 80 und 87).

Das Internationale Recht dagegen schützt das Recht auf Leben jeder Person. Dies gilt ebenso für die EU-Gesetzgebung, die soweit geht, die Existenz eines Embryos vom Zeitpunkt der Befruchtung an zu definieren (Urteil des EuGH C-34/10).

Erziehung in Beziehungs- und Sexualitätsfragen ist notwendig, um junge Europäer auf erfüllende und verantwortungsvolle Beziehungen vorzubereiten. Dennoch gibt es in diesem Bereich keine EU-Zuständigkeit; im Text (Par. 42) werden die ersten und vorrangigen Erzieher, nämlich die Eltern, lediglich als „weitere Teilhaber“ berücksichtigt. Diese Sichtweise ist sowohl den Eltern als auch den Kindern gegenüber respektlos.

Weiterhin verlangt der Text den Zugang Minderjähriger zu Verhütungsmitteln und zu Abtreibung auf, und zwar ohne Zustimmung der Eltern (Par. 46). Auch dies ist eine Ablehnung der ersten und vorrangigen Rolle der Eltern als Erzieher.

Der Text zielt außerdem darauf ab, das Recht auf Weigerung aus Gewissensgründen zuregeln (Par. 35), obwohl die Gewissensfreiheit ein fundamentales Recht darstellt und eine Ablehnung aus Gewissensgründen durch die EU-Grundrechtecharta anerkannt wird: „Jede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit.“ (Art. 10.1).

Was die hier genannten Bereiche angeht, so widerspricht dieser Bericht der Gesetzgebung der EU und der einzelnen Staaten; er missachtet das grundlegende Prinzip der Subsidiarität ebenso wie das fundamentale Recht der Gewissensfreiheit.

Vor allem aber respektiert der Bericht das inhärente Lebensrecht jedes Menschen nicht, unabhängig davon, ob dieser EU-Bürger ist.

Eine solche Haltung ist der EU nicht würdig. Einen solchen Text zu unterstützen, ist der Würde demokratisch gewählter Vertreter der europäischen Bürger nicht angemessen.

Es ist der Würde all jener nicht angemessen, die Väter und Mütter, Großeltern, Onkels und Tanten sind und die in Bezug auf ihre Kinder, Enkel, Nichten und Neffen durch diese Herangehensweise eingegrenzt werden sollen.

Bieten Sie den jungen, zukünftigen Generationen Europas Besseres.

Die Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) ist eine Nichtregierungsorganisation mit Teilnahmestatus im Europarat und repräsentiert Familienvereinigungen aus 15 Mitgliedsstaaten der EU. Sie ruft die Mitglieder des Europäischen Parlamentes dazu auf, den europäischen Familien eine bessere Alternative zu bieten.

Pressemitteilung: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung

ECHRBrüssel, 7. November 2011

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung

Die Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE), mit partizipatorischem Status im Europarat, begrüßt den neuerlichen richterlichen Beschluss vom 3. November 2011 durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zum österreichischen Verbots von Eizell- und Samenspenden für die künstliche Befruchtung (Heterologe In-vitro-Fertilisation). Der Fall SH und andere gegen Österreich ist äußerst sensibel und enthält zwei wichtigen Implikationen für die Familie: das primäre Interesse des Kindes und die Beziehung zwischen Mutter, Vater und ihrem Kind, d.h. es geht um die einwandfreie Identifizierung der Abstammung

Weiterlesen: Pressemitteilung: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt das Recht auf Kenntnis...

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