FAFCE

Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

Pressemitteilung | Leihmutterschaft: Wird der Europarat einen festen Standpunkt zugunsten von Menschenwürde und Rechtstaatlichkeit beziehen?

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Brüssel, 3. März 2016

 

Am 15. März wird der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) einen Resolutionsentwurf beraten und vermutlich über seine Verabschiedung  sowie über eine Empfehlung zum Schutz der Menschenrechte und ethische Fragen im Zusammenhang mit Leihmutterschaft abstimmen. Die Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) ist äußerst besorgt über die Gefahren, die mit der Legalisierung von Leihmutterschaft einhergehen, die eine Ausbeutung von Frauen und Kindern darstellt.



Im Januar hatte der Ausschuss beschlossen, einen möglichen Interessenskonflikt seitens der Berichterstatterin, Dr. Petra De Sutter (Sozialistische Fraktion/Belgien), nicht zu prüfen. Neben ihrer Tätigkeit als Berichterstatterin ist Frau Dr. De Sutter auch Direktorin der Abteilung für Reproduktive Medizin an der Universitätsklinik von Gent ist, an welcher Leihmutterschaft praktiziert wird. Ferner hat Dr. De Sutter Links von einer indischen Klinik veröffentlicht, die kommerziell Leihmutterschaft betreibt.
Werden die ehrenwerten Kollegen von Dr. De Sutter weiterhin diese Fakten negieren? Das Gebahren dieser Institution verwundert dann doch, wenn man sich ins Bewusstsein ruft, dass deren Aufgabe das Eintreten für Demokratie und Rechtstaatlichkeit ist.

FAFCE hatte bereits Zweifel an der Transparenz und Fairness des gesamten Verfahrens. Diese Zweifel werden nun bestätigt, wenn die Prüfung des Berichtentwurfs hinter geschlossenen Türen erfolgen wird. Dieses hoch kontrovers diskutierte Thema sollte Gegenstand einer öffentlichen und transparenten Debatte sein. Es geht hier schließlich um die Würde vieler Frauen und Kinder auf der ganzen Welt.


FAFCE-Präsident Antoine Renard erklärte: "Jetzt sehen wir die konkrete Gefahr, dass der Europarat auf dem besten Weg zu einem schlechten Kompromiss ist: statt das Gemeinwohl zu fördern und auf eine internationale Ächtung von Leihmutterschaft hinzuarbeiten, könnte die Parlamentarische Versammlung unter dem starken Einfluss ideologischer und finanzieller Interessen versucht sein, eine Kompromisslösung zu suchen". Dies würde auch der klaren Position des EU-Parlamentes wiedersprechen: "Leihmutterschaft sollte verboten und vordringlich als Instrument von Menschenrechten behandelt werden".

FAFCE, mit partizipatorischem Status beim Europarat, hat die Mitglieder des Europarates aufgerufen, sich mit dem Thema Leihmutterschaft ausführlich und mit dem nötigen Zeitaufwand auseinanderzusetzen, um die Menschenwürde und die physische und mentale Unversehrtheit von Kindern und Frauen zu schützen. FAFCE hat eine Informationsbroschüre  (in französischerenglischer und italienischer Sprache) zu diesen Thema herausgegeben. In ihr wird darauf hinweisen, dass nur ein durch den Europarat mit internationaler Zustimmung ausgesprochenes völliges Verbot von Leihmutterschaft die einzig akzeptable Regelung sein.

 

FAFCE fordert alle Organisationen, die sich gegen Leihmutterschaft aussprechen, auf, alle Kräfte zu bündeln und sich Gehör zu verschaffen. Alle Bürgerinnen und Bürger können die Petition NoMaternityTraffic (keinen Handel mit Leihmutterschaft) unterzeichnen und ihre Vertreter beim Europarat für ihr Handeln verantwortlich machen.

FAFCE fordert auch die Mitglieder des Ausschusses für Soziales auf, die Debatte am 15. März in Paris als Chance zu sehen, sich für Menschenwürde und für die internationale Abschaffung von Leihmutterschaft in jedweder Form einzusetzen. 



Kontakt:
Maria Hildingsson, Generalsekretärin 
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+32 (0)470 20 39 18

 

KONTAKT

Telefon: +32 (0) 4 98 46 02 20 

Mail: FAFCE Föderation der katholischen Familienverbände in Europa

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