„Vergessen wir nicht: Die Familien sind die Wiege der Zukunft der Menschheit.“
(Papst Leo XIV., Jubiläum der Familien, Rom, Juni 2025)
22 Dezember 2025
Liebe Freunde,
Während sich das Jahr dem Ende zuneigt, möchten wir bei FAFCE diese Gelegenheit nutzen, um auf die Segnungen, Herausforderungen und Meilensteine zurückzublicken, die das Jahr 2025 unserer Föderation gebracht hat. Es war ein Jahr des Wachstums, der Hoffnung und der erneuerten Verpflichtung zu unserer Mission, Familien in den Mittelpunkt der europäischen und internationalen Politik zu stellen. Lassen Sie uns einige Höhepunkte mit Ihnen teilen, während wir uns darauf vorbereiten, die Geburt Christi zu feiern – den Grundstein allen Familienlebens.
Höhepunkte 2025
Frühling
Das Jahr begann mit der Übernahme der Präsidentschaft des Rates der EU durch Polen. Kurz nach der Veröffentlichung seiner Prioritäten begrüßten wir die Aufmerksamkeit, die der psychischen Gesundheit von Kindern und der Online-Sicherheit vor P****graphie gewidmet wurde. Während des Jahres 2025 setzte sich FAFCE in verschiedenen Formen (Lobbyarbeit, Forschung, Interventionen in Brüssel, New York und online sowie Organisation von Veranstaltungen) für den Schutz von Minderjährigen im Internet ein und betonte Pornografie als ein Problem der öffentlichen Gesundheit, das Kindern, Jugendlichen, Männern, Frauen, Paaren, Familien und letztlich der gesamten Gesellschaft schadet.
Im Kontext der anhaltenden Debatten dieses Jahres ist es entscheidend, die generationenübergreifende Solidarität zu fördern. Zu diesem Zweck trug FAFCE am 18. Februar zur Förderung der Wahl für das Leben bei, indem es auf einem Nationalen Kongress für Bioethik an der CEU San Pablo Universität (Spanien), einem unserer neuesten FAFCE-Mitglieder, intervenierte. Es ist möglich, für das Leben und zugleich für die Wahl zu sein – die Wahl für Frauen, Kinder zu bekommen, und für Gemeinschaften, durch neues Leben zu wachsen. Zusätzlich hatte ich die Gelegenheit, unsere portugiesischen Mitglieder zu besuchen und auf ihrer Konferenz an der Katholischen Universität Porto zu sprechen, um daran zu erinnern, dass wir am Gemeinwohl mitwirken müssen, da diese „Verantwortung der Zivilgesellschaft zukommt“ und nicht allein dem Staat oder der Kirche.
Wir erinnerten 2025 auch daran, dass Demografie nur mit einer langfristigen Perspektive verstanden werden kann. Während des 10. Europäischen Kongresses der Kommunalverwaltungen, der am 3. März in Mikołajki (Polen) stattfand, rief FAFCE dazu auf, „die Familie in den Mittelpunkt langfristiger öffentlicher Politiken in Europa zu stellen“, und hob die Notwendigkeit hervor, gemeinsam zu handeln, langfristige Maßnahmen einzuführen und einen politik übergreifenden Ansatz zu verfolgen, um „Bedingungen zu schaffen, die es Familien ermöglichen, sich zu entfalten“.
Das Jahr 2025 begann außerdem mit der Wahl der neuen Europäischen Kommission. Zum Thema Demografie wurde FAFCE am 20. März zur ersten Sitzung der Demografie-Intergruppe im Europäischen Parlament eingeladen, an der rund zwanzig Europaabgeordnete aus verschiedenen politischen Gruppen teilnahmen.
Große Erfolge sind das Ergebnis großer Zusammenarbeit. Dank der großzügigen Einladung der US-amerikanischen Bischofskonferenz und der Mission des Heiligen Stuhls in New York konnte FAFCE am 19. März seine internationale Präsenz bei den Vereinten Nationen in New York ausbauen und sich dort für Familienrechte und die psychische Gesundheit von Kindern einsetzen. Der Beitrag von FAFCE bei den UN war ein Aufruf zu größerer Verantwortung der internationalen Gemeinschaft, „langfristige Lösungen zur Bekämpfung von P****grafie als Problem der öffentlichen Gesundheit zu liefern und die Risiken von Online-Bedrohungen für Minderjährige zu mindern”.
Der Frühling endete mit der tiefen Trauer über den Tod Seiner Heiligkeit Papst Franziskus am Ostermontag, dem 21. April 2025. In diesem Moment der Stille und des Nachdenkens vereinten sich die Mitglieder und Familien von FAFCE mit der Weltkirche im Gebet für die ewige Ruhe seiner Seele und seine Rückkehr zum Vater, in Dankbarkeit für ein Leben im Dienst des Evangeliums, der Armen und der Schönheit des Familienlebens.
Sommer
Ich war sehr überrascht, dass ich bei der ersten öffentlichen Veranstaltung der parlamentarischen Demografie-Intergruppe am 25. April eingeladen wurde, unsere Sicht auf die demografischen Herausforderungen darzulegen. Es war mir eine große Ehre, mit den Europaabgeordneten unser Verständnis von „generationenübergreifender Solidarität und Demografiepolitik der EU“ zu teilen. Diese Einladung ist eine klare Anerkennung der wachsenden Rolle von FAFCE als wichtiger Referenzpunkt für Parlamentarier in Fragen der Familien- und Demografiepolitik.
Einen Monat später organisierte die Demografie-Intergruppe des Europäischen Parlaments, nach ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung mit FAFCE, ein hochrangiges Treffen mit Kommissarin Dubravka Šuica, um das Bewusstsein für die wichtige demografische Thematik zu schärfen.
Vom 6. bis 8. Mai hielt FAFCE seine halbjährliche Frühjahrs-Vorstandssitzung in der Abtei Marienkroon bei ’s-Hertogenbosch (Niederlande) ab. Während der Sitzung verabschiedete unser Vorstand eine Resolution zu „Familie und Familiennetzwerken“, die die zentrale Rolle der Familie beim Aufbau widerstandsfähiger und unterstützender Gemeinschaften bekräftigt. Nur wenige Stunden später erfuhr die Welt von der Wahl Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. Es war interessant festzustellen, dass unsere Vorstandssitzung einen Tag zuvor über die katholische Soziallehre diskutiert hatte, genau bevor der neue römische Pontifex seinen Namen in Erinnerung an Papst Leo XIII. wählte, der 1891 mit Rerum Novarum die erste Enzyklika zu Arbeit und Wirtschaft verfasste.
Mit großer Freude begrüßten wir die Wahl von Papst Leo XIV., eines Missionars auf den Stuhl Petri. In diesem epochalen Wandel, den wir derzeit erleben, wie Papst Franziskus oft betonte, werden die Familien in ihm einen Hirten haben, der dem Beispiel des Guten Hirten folgt und wahren Frieden bringt.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2025 war das Internationale Seminar „Familiennetzwerke für die Zukunft der Kirche“ am Samstag, den 31. Mai, in Rom, organisiert anlässlich des Jubiläums der Familien in Rom unter der Schirmherrschaft des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben. Dort hatten wir auch die Gelegenheit, die Messe zum Jubiläum der Familien mit dem neu gewählten Papst Leo XIV. zu feiern.
Das zentrale Ergebnis dieser Konferenz war die dringende Notwendigkeit, eine Internationale Konföderation katholischer Familienverbände zu gründen. Ich hoffe, dass dieses Projekt mit Ihrer Unterstützung verwirklicht werden kann.
Im Sommer zeigte unsere Arbeit und unser Engagement in drei Bereichen, an drei wichtigen politischen Schauplätzen und in drei internationalen Institutionen konkrete Ergebnisse.
Erstens begrüßten wir die Entscheidung des Europäischen Parlaments in Brüssel, pornografische Webseiten zu verpflichten, „robuste und wirksame Altersverifikation Instrumente einzuführen, um Kinder effektiv am Zugriff auf p****grafische Online-Inhalte zu hindern“. Gemeinsam mit den Partnern der Europäischen Child SHIELD Plattform bestand FAFCE darauf, „die Umsetzung der bestehenden CSAM-Regeln sicherzustellen“ durch „verpflichtende wirksame Altersverifikation unter Androhung einer sofortigen Sperrung“ (Experten aus der SHIELD Advocacy Statement). Zu diesem Zweck wurde FAFCE’s Advocacy Director Matthieu Bruynseels als Experte zu einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments zum Thema Kinderexposition gegenüber P****grafie eingeladen. Unmittelbar danach, am 23. September, organisierte FAFCE gemeinsam eine Konferenz im Europäischen Parlament zum Thema Schutz von Kindern vor Online-Bedrohungen, ausgerichtet von MdEP Matej Tonin (EVP, Slowenien), um über die Arbeit an der CSAM-Richtlinie und weitere Handlungsschritte zu informieren.
Zweitens freue ich mich sehr, einen wichtigen Fortschritt in Straßburg beim Europarat teilen zu können. Im Juni schlugen einige Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung mit Unterstützung von FAFCE konkrete Lösungen für einen demografischen Frühling vor, in Form eines neuen Resolutionsantrags mit dem Titel: „Auf dem Weg zu einem familienfreundlichen Europa: politische Empfehlungen für eine demografische Erneuerung“, eingebracht von der Abgeordneten der Parlamentarischen Versammlung Ana Záborská, die nur wenige Monate später verstarb. Das gesamte FAFCE-Team und ich danken ihr für ihren treuen Dienst am Gemeinwohl, als hingebungsvolle Mutter und Großmutter sowie als mutige Zeugin der Würde des menschlichen Lebens und der Familie.
Drittens organisierte FAFCE erstmals eine Veranstaltung bei den Vereinten Nationen in Genf zum Thema „Familie als Grundpfeiler: Wahrung der elterlichen Rolle bei der Sicherstellung des Rechts auf Bildung“, gemeinsam mit drei Ständigen Missionen und zwei NGOs. Auf internationaler Ebene erklärte ich, warum Einsamkeit eine der größten Herausforderungen für Familien unserer Zeit ist und warum Familiennetzwerke die Lösung für unsere demografischen Krisen darstellen.
Herbst
Nach dem Sommer wurde FAFCE weiterhin zu Konferenzen und Foren eingeladen, so etwa am 2. September, als unsere Projektmanagerin Maria Waszkiewicz zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die demografische Krise in Europa und ihre Folgen“ in Polen eingeladen wurde.
Vom 4. bis 6. November hielten wir unsere Herbst-Vorstandssitzung in Brüssel ab. Auf Einladung von MdEP Paolo Inselvini führten wir einen sehr offenen und ehrlichen Austausch zwischen FAFCE-Mitgliedern und Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Wir freuten uns sehr, unsere Mitglieder im Herzen Europas willkommen zu heißen, und danken ihnen für ihre Arbeit an unserer wirkungsvollen Resolution „Subsidiarität statt Zentralisierung“. Sie enthält konkrete politische Vorschläge zur Anwendung des Subsidiaritätsprinzips und zur Anerkennung der Bedeutung intermediärer gesellschaftlicher Akteure wie Familiennetzwerke.
Am 13. November veranstaltete FAFCE, in Vertretung des CINGO-Ausschusses für Frauenrechte des Europarates, ein Online-Webinar zum Thema „Mütter stärken: Anerkennung fördern und Herausforderungen am Arbeitsplatz überwinden“, das vier Podiumsteilnehmer zusammenbrachte – politische Entscheidungsträger, Politiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und Frauenrechts Aktivistinnen –, um zu diskutieren, wie Europa berufstätige Mütter und das Familienleben besser unterstützen kann.
Winter
Zum Jahresende wurde in Brüssel ein großer Erfolg präsentiert: Das Europäische Parlament verurteilte Leihmutterschaft in seiner Gleichstellungsstrategie 2025. FAFCE wurde eingeladen, Teil der überparteilichen Unterstützung für ein Verbot der Leihmutterschaft im Europäischen Parlament zu sein.
Liebe Freunde,
um all diese Aktivitäten erfolgreich durchführen zu können, benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung. Nur mit Ihrer Hilfe können wir unsere Mission lebendig halten und weiter ausbauen – aus Liebe zur Familie. Bitte erwägen Sie in dieser Weihnachtszeit, unsere Mission zu unterstützen und dem Beispiel der Heiligen Familie von Bethlehem zu folgen.
Vincenzo Bassi
Präsident vom FAFCE


